Cloud-Backup (2026): 5 Anbieter für die zweite Kopie

Backup ist nicht Sync: 5 Anbieter, zwei Produktklassen, Egress-Preise bei der Wiederherstellung und die 3-2-1-Aufstellung mit restic, Borg und rclone.

Backup ist das am häufigsten verwechselte Produkt im Cloud-Markt. Diese Liste enthält fünf Anbieter, die tatsächlich zweite Kopien führen - und trennt sie nach dem, was sie wirklich verkaufen. Die Kennzahlen-Leiste oben fasst die Population zusammen, die Tabelle zeigt Jurisdiktion, TB-Preis, Verschlüsselungsstufe und die Score-Werte:

AnbieterJurisdiktionEUR/TB/JahrVerschlüsselungNote
Hetzner Storage BoxDeutschland29 EURkeine E2EE - Anbieter kann mitlesen6
StorjVereinigte Staaten77 EUREnde-zu-Ende ab Werk5.9
BackblazeVereinigte Staatenn/anur optional/zuschaltbar4.9
WasabiVereinigte Staaten88 EURkeine E2EE - Anbieter kann mitlesen4.3
IDriveVereinigte Staaten13 EURnur optional/zuschaltbar4.2

Live-Werte aus unserer Datenbank - Details und Belege in jedem Faktenblatt.

Backup ist nicht Sync - Löschen und Verschlüsselung tragen in die zweite Kopie weiter. 1 von 5 sitzt ohne US-Eigentümerkette, 1 von 5 verschlüsselt Ende-zu-Ende ab Werk, den Rest entscheidet das Client-Tool. Egress wird beim Wiederherstellen bezahlt, nicht beim Hochladen.

1kein US-Bezug1E2EE ab Werk2Gratis-Tarif3Linux-Client13ab EUR/TB/Jahr

Sync speichert Zustände, Backup speichert Geschichte

Ein Sync-Dienst repliziert, was auf dem Rechner passiert. Bei Alltagsänderungen ist das genau richtig - in den zwei Situationen, für die Backups existieren, ist es genau falsch: Löscht oder verschlüsselt etwas den lokalen Bestand, trägt die Sync-Software die Änderung in die Cloud und reißt die zweite Kopie mit ein. Die klassischen Auslöser sind Ransomware, ein fehlgeschlagendes Update-Tool, ein versehentlich gelöschter Ordner und ein RAID, das sich als gesund meldet, während es zerfällt. Die Ursachen im Detail stehen im Ratgeber; hier geht es um die Anbieter, die eine zweite Kopie unabhängig vom Arbeitsstand halten.

Der Unterschied zeigt sich an drei Eigenschaften: Ein Backup ist monoton (Dateien bleiben liegen, auch wenn sie lokal verschwinden), es hat ein Versionsfenster (überschriebene Dateien bleiben abrufbar) und es ist von einem beliebigen anderen Rechner wiederherstellbar. In unserer Faktenbasis liegt das Versionsfenster der Software-Abos bei 30 Tagen; wer längere Historie braucht, stellt das Client-Tool darauf ein - restic, Borg und Kopia verwalten ihre Aufbewahrung selbst und ignorieren, was der Ziel-Speicher dazu meint.

3-2-1 konkret: zwei Produktklassen und die versteckten Kosten des Backup-Speichers 3-2-1 konkret: zwei Produktklassen, versteckte Kosten Sync ist kein Backup: die gelöschte Datei wandert mit - Papierkorbfristen sind keine Sicherung Klasse A: Backup-Software-Abo Backblaze Personal: 9 $/Mon, unbegrenzt, 1 Rechner, Jahresabo 99 $ IDrive 5 TB: 9,99 $/Mon, Erstjahr 6,99 $ (Werbetarif) Privater Schlüssel optional - ohne ihn liest der Anbieter Inhalte und Namen Fertiger Client, kein Werkzeug nötig Klasse B: Ziel für eigene Tools Hetzner Storage Box: 3,81 EUR/Mo brutto, 1 TB, Traffic unbegrenzt B2: Egress gratis bis 3x Speicher, darüber 0,01 $/GB Wasabi: 7,99 $/TB, kein Egress, 90-Tage-Minimum, 1-TB-Monatsminimum Storj: 7 $/TB + 7 $/TB Egress, 5 $ Minimum Aufstellung der drei Kopien Kopie 1: Original - Kopie 2: Software-Abo - Kopie 3: eigenes Ziel-Speicher, offsite, zweite Technik E2EE macht der Client: restic, Borg oder rclone crypt - dann liest auch das Ziel nichts
Die Rechnung hinter 3-2-1: oben die Sync-Falle, in der Mitte die zwei Produktklassen mit ihren echten Tarifposten inklusive Egress und Mindesthaltung, unten die Aufstellungsregel mit der Verschlüsselung im Client.

Zwei Produktklassen mit zwei Preismechaniken

Der Backup-Markt ist kein Markt, sondern zwei:

Klasse A - Backup-Software als Abo. Backblaze Personal Backup kostet 9 $ pro Monat, unbegrenzt, für genau einen Rechner; das Jahresabo liegt bei 99 $ (8,25 $ pro Monat) [1]. IDrive verkauft Kapazität statt Unbegrenztheit: 5 TB für 9,99 $ monatlich, 6,99 $ bei Jahreszahlung, 10 TB für 14,99 $ bzw. 10,49 $ [14]. Beide richten ihre Clients an Windows- und Mac-Rechner [1], bringen fertige Software mit und decken genau den Fall ab, in dem man nichts konfigurieren will.

Klasse B - Ziel-Speicher für eigene Backup-Tools. Storage Box, Wasabi und Storj verkaufen keine Backup-Software, sondern Platz. Die Storage Box spricht SFTP, rsync, Borg und restic nativ an [11], Wasabi und Storj sprechen S3 und werden von rclone direkt unterstützt [7]. Hier entscheidet das Client-Tool über Aufbewahrung, Verschlüsselung und Prüfbarkeit - der Anbieter liefert Lagerhaltung und (bei Hetzner) Protokolle [12].

Die Grenze zwischen beiden Klassen ist die Kontrolle: Klasse A verkauft Bequemlichkeit (Client inklusive, Wiederherstellung per Klick), Klasse B verkauft Kontrolle (eigene Schlüssel, eigene Aufbewahrungsregeln, restore-Proben ohne Warteschlange). Backblaze verkauft beides: Personal Backup als Klasse A, B2 als Klasse B [2][6]. Das ist auch der Grund, warum Backblaze in beiden Rollen auftaucht - je nach Anwendungsfall sind es zwei verschiedene Produkte.

Hetzner Storage Box-Tarife BX11-BX41: 1-20 TB für 3,20-40,60 €/Monat netto - Ziel-Speicher für Backup-Tools - Quelle: hetzner.com, abgerufen am 06.11.2026
Hetzner Storage Box-Tarife BX11-BX41: 1-20 TB für 3,20-40,60 €/Monat netto - Ziel-Speicher für Backup-Tools - Quelle: hetzner.com, abgerufen am 06.11.2026

Der Preis der Wiederherstellung: Egress, Mindesthaltung, Mindestrechnung

Bei Backup dreht sich die Preisfrage um: Der teuerste Moment ist nicht das Hochladen, sondern das Wiederherstellen nach einem Totalausfall. Die Tarifzeilen verbergen genau diesen Moment - vier Mechanismen in dieser Liste:

Für Klasse A gilt: Unbegrenzt heißt unbegrenzt in beide Richtungen - Backblaze Personal berechnet weder Upload noch Restore gesondert [1]. Der Trade-off ist die Rechnergrenze: Ein Abo deckt einen Rechner ab [1], ein zweiter Rechner braucht ein zweites Abo oder einen anderen Weg.

Verschlüsselung: ab Werk, als Option, oder im Client-Tool

E2EE ab Werk: 1 von 5 - Storj. Das Sicherheitsdatenblatt beschreibt die Verschlüsselung als clientseitig, wenn der Zugriff über CLI, Library oder lokales Gateway läuft; Storj selbst hat weder Zugriffsschlüssel noch Daten noch Metadaten [17]. Die Nuance steht in der eigenen Design-Dokumentation: Wer den Storj-gehosteten S3-Gateway nutzt, übergibt den verschlüsselten Access Grant an den Storj-AuthService [18] - der E2EE-Status hängt also am Zugriffsweg, nicht nur am Produkt. Für den Backup-Fall mit restic über rclone gilt die clientseitige Variante.

Optionaler privater Schlüssel: 2 von 5. Backblaze bietet den privaten Schlüssel als Option an [1], IDrive dokumentiert, dass der private Schlüssel nicht auf den IDrive-Servern gespeichert wird [15]. Beide können ohne den Schlüssel nicht entschlüsseln - der Umkehrschluss gehört zur Entscheidung: Verlorener Schlüssel bedeutet verlorene Backups, es gibt keine Wiederherstellung über den Support.

Kein E2EE, Verschlüsselung im Client: Hetzner Storage Box und Wasabi. Wasabi verschlüsselt at rest immer [10], aber der Schlüssel liegt bei Wasabi; clientseitige Verschlüsselung mit eigenem Schlüsselbesitz wird in den eigenen Best Practices als Weg empfohlen [10]. Genau hier zahlt sich die Produktklasse B aus: Wer mit restic, Borg oder rclone crypt auf Klasse-B-Ziele schreibt, hat Ende-zu-Ende-Verschlüsselung unabhängig davon, was der Anbieter im Portfolio führt. Der Verschlüsselungs-Check sortiert die Stufen, der E2EE-Hub behandelt die Schlüsselorte im Detail.

restic, das Backup-Werkzeug mit integrierter clientseitiger Verschlüsselung und S3-Backends - der Baustein, der Klasse-B-Speicher zu E2EE-Backups macht (Screenshot: aus unserer Archiv-Pipeline, November 2026).
restic, das Backup-Werkzeug mit integrierter clientseitiger Verschlüsselung und S3-Backends - der Baustein, der Klasse-B-Speicher zu E2EE-Backups macht (Screenshot: aus unserer Archiv-Pipeline, November 2026).

Die fünf im Faktencheck

Hetzner Storage Box (Deutschland, Klasse B). BX11 mit 1 TB kostet 3,81 EUR brutto (netto 3,20), BX21 mit 5 TB 12,97 EUR, BX31 mit 10 TB 24,75 EUR, BX41 mit 20 TB 48,31 EUR [11]. Protokolle: FTP, FTPS, SFTP, SCP, Samba/CIFS, BorgBackup, Restic, rclone, rsync, HTTPS, WebDAV; Traffic unbegrenzt; Standort wahlweise Deutschland oder Finnland; 10 gleichzeitige Verbindungen [11]. Betreiber ist die Hetzner Online GmbH in Gunzenhausen, gegründet 1997 [13]. Kein E2EE ab Werk - der Client macht es. In der Faktenbasis: ISO-27001- und C5-Zertifizierung vermerkt. Diese Position ist der Grund, warum die Liste existiert: Sie ist die einzige ohne US-Bezug.

Backblaze (USA, Klasse A und B). Personal Backup: 9 $ pro Monat, unbegrenzt, ein Rechner [1]; Dateien werden vor dem Verlassen des Rechners verschlüsselt [4], der private Schlüssel ist Option [1]. B2 als S3-kompatibler Zielspeicher [2][6]. Backblaze Inc. ist börsennotiert (Nasdaq: BLZE, Gesellschaftsrecht Delaware) [5] - die eigenen 10-Q- und 10-K-Einreichungen sind die Lagequelle. Preservation Requests für Strafverfolgung gelten 90 Tage [3]. ISO-27001- und SOC-2-Angaben in der Faktenbasis.

IDrive (USA, Klasse A). 5 TB für 9,99 $ monatlich bzw. 6,99 $ bei Jahreszahlung, 10 TB für 14,99 $ bzw. 10,49 $ [14], 10 GB gratis ohne Kreditkarte [14]. Der private Schlüssel liegt nicht auf IDrive-Servern [15], die Standardverschlüsselung nutzt einen systemgenerierten Schlüssel [15]. Preisrealität: Das Aktionsjahr ist der Köder, die reguläre Stufe der Preis. Die Clients richten sich an Windows, Mac, Android und iOS.

Wasabi (USA, Klasse B). 7,99 $ pro TB und Monat [8], kein Egress- oder API-Entgelt [8], dafür 90 Tage Mindesthaltung und 1-TB-Monatsminimum [8]. Frankfurt-Region eu-central-2 verfügbar [9] - Wasabi schreibt keine Region vor und verschiebt Daten nicht automatisch [9]. Verschlüsselt at rest immer [10], Schlüssel beim Anbieter; clientseitige Verschlüsselung als eigene Praxis empfohlen [10]. Wasabi Technologies LLC sitzt in Boston [9]. In der Faktenbasis: ISO-27001- und SOC-2-Zertifizierung vermerkt, S3-API mit rclone- und restic-Anbindung [7].

Storj (USA, Klasse B mit E2EE). 7 $ pro TB Lagerung und 7 $ pro TB Egress [16], 5 $ Monatsminimum, 30 Tage Mindesthaltezeit, 50 KB Minimalgröße pro Objekt [16]. Verschlüsselung clientseitig via CLI, Library oder lokalem Gateway [17], über den gehosteten Gateway mit Nuance [18]. 25 GB gratis [16]. Anmeldung nur mit E-Mail, Zahlung auch in Ethereum - in der Faktenbasis als einzige Position ohne KYC-Pflicht vermerkt. Dezentrale Infrastruktur: Dateien werden in 80 Teile aufgeteilt und über ein Netz von Speicherknoten verteilt [19]. Junges Modell, weniger erprobte Technik als klassische Rechenzentren - in der Faktenbasis als Con vermerkt.

Pro TB und Jahr gerechnet über alle Tarife: günstigster Tarif: 13 EUR pro TB und Jahr, Median: 53 EUR pro TB und Jahr - der Echtkosten-Rechner setzt die Tarife in dein Nutzungsprofil ein. Achtung beim Minimum: Es rechnet mit der IDrive-Aktionsstufe.

3-2-1 konkret aufgesetzt

3-2-1 heißt: drei Kopien, zwei verschiedene Medientypen, eine davon außer Haus. Konkret für einen Desktop-Rechner:

Drei Regeln, die die Aufstellung tragen: Erstens läuft die Verschlüsselung im Client, nicht beim Anbieter - außer bei Storj über CLI [17]. Zweitens wird die Wiederherstellung geprobt, bevor sie gebraucht wird: Ein Backup, das noch nie einen Restore gesehen hat, ist eine Hypothese. Drittens liegen Client-Schlüssel an zwei physisch getrennten Orten - der Backup-Schlüssel ist der wertvollste Datensatz des Haushalts. Der Backup-Check prüft die Aufstellung gegen diese Regeln, der rclone-Generator liefert die Konfiguration für B2, Wasabi, Storj und die Storage Box [6][7][12].

Fünf Namen, ein Markt: der ehrliche Befund

Fünf ist eine kleine Liste - das ist der Befund, kein Mangel. Der Endkunden-Backup-Markt ist zwischen zwei Sektoren aufgeteilt: US-Software-Abos einerseits (Backblaze, IDrive), Ziel-Speicher andererseits (Storage Box, Wasabi, Storj) - und die Aufteilung ist fast vollständig entlang der Jurisdiktion verlaufen. Ohne US-Bezug: 1 von 5, und das ist Hetzner [13]. In Klasse A gibt es in dieser Liste keine europäische Position; in Klasse B sitzt die einzige mit 1 von 5. Kein Schweizer und kein österreichischer Backup-Dienst hat unsere Kriterien in dieser Runde passiert (dokumentierte Preise, dokumentierte Export-Wege, dokumentierte Verschlüsselungslage) - für Österreich ist die Lücke strukturell bekannt.

Die übrigen Kennzahlen: 1 von 5 sitzt in Europa, 3 von 5 sind nativ aus Linux-Sicht bedienbar (Storage Box über SSH/rsync, Wasabi und Storj über S3), Gratis-Stufen führen 2 von 5, Anmeldung ohne Kartendatum erlaubt 1 von 5. Export-Wege dokumentieren alle fünf (5 von 5) - die Qualität variiert trotzdem: Bei Klasse A läuft der Export über den eigenen Client, bei Klasse B über Standardprotokolle, die jedes beliebige Tool lesen kann. Genau dieser Unterschied ist der stärkste Lock-in-Marker der Liste: Die Klasse-B-Ziele sind austauschbar, die Klasse-A-Clients sind es nicht. Wer den Ausstiegsweg vor der Entscheidung prüft, zahlt später weniger dafür.

Quellen

  1. Backblaze - Personal Backup (Produktseite: 9 $/Monat unbegrenzt für einen Rechner, optionaler privater Verschlüsselungsschlüssel) - abgerufen 2026-11-06
  2. Backblaze - B2 Cloud Storage Pricing (Egress gratis bis 3x Speichermenge, darüber 0,01 $/GB, Overdrive ab 15 $/TB/Monat) - abgerufen 2026-11-06
  3. Backblaze - Law Enforcement Requests (Preservation Requests gelten 90 Tage) - abgerufen 2026-11-06
  4. Backblaze - Security (Dateien werden vor dem Verlassen des Rechners verschlüsselt, SSAE-18/SOC-2-Angabe) - abgerufen 2026-11-06
  5. SEC EDGAR - Backblaze Inc., Submissions (Nasdaq BLZE, State of Incorporation Delaware, 10-Q/10-K-Fristen) - abgerufen 2026-11-06
  6. rclone-Dokumentation - Backblaze-B2-Backend - abgerufen 2026-11-06
  7. rclone-Dokumentation - S3-Backend (Wasabi, IDrive e2 und Storj in der Anbieterliste) - abgerufen 2026-11-06
  8. Wasabi - Pricing (7,99 $/TB/Monat, kein Egress- oder API-Entgelt, 90 Tage Mindestspeicherdauer, Monatsminimum an 1 TB) - abgerufen 2026-11-06
  9. Wasabi - Storage-Regionen (Frankfurt eu-central-2, keine vorgeschriebene Region, Sitz Boston MA) - abgerufen 2026-11-06
  10. Wasabi Docs - How secure is my data (stets verschlüsselt at rest, clientseitige Verschlüsselung als eigene Praxis) - abgerufen 2026-11-06
  11. Hetzner - Storage Box Produktseite (BX11 3,81 EUR inkl. MwSt., Traffic Unlimited, Borg/Restic/rclone/rsync/SFTP/WebDAV, Standort DE oder FI) - abgerufen 2026-11-06
  12. Hetzner Docs - Storage Box (Zugriffsübersicht FTP/SFTP/SMB/WebDAV/rsync/Borg) - abgerufen 2026-11-06
  13. Hetzner - Über uns (Hetzner Online GmbH, Industriestr. 25, 91710 Gunzenhausen, gegründet 1997) - abgerufen 2026-11-06
  14. IDrive - Pricing (5 TB 9,99 $/Monat bzw. 6,99 $ bei Jahreszahlung, 10 GB gratis ohne Kreditkarte) - abgerufen 2026-11-06
  15. IDrive - Security FAQ (privater Schlüssel wird nicht auf IDrive-Servern gespeichert, 256-Bit-AES) - abgerufen 2026-11-06
  16. Storj - Pricing (7 $/TB Lagerung, 7 $/TB Egress, 5 $-Monatsminimum, 30-Tage-Mindesthaltezeit) - abgerufen 2026-11-06
  17. Storj - Security Data Sheet (clientseitige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung via CLI, Library oder lokalem Gateway) - abgerufen 2026-11-06
  18. Storj Docs - Server-Side Encryption Design (Access Grant läuft beim Storj-gehosteten Gateway über den Authservice) - abgerufen 2026-11-06
  19. Storj Docs - Einführung (Daten auf Speicherknoten clientseitig verschlüsselt und Erasure-coded, Dateien in 80 Teile aufgeteilt) - abgerufen 2026-11-06
RangAnbieterJurisdiktionVerschlüsselungPreis pro TB/JahrExportBetriebNote
1 Hetzner Storage Box
kein US-Bezug
Deutschlandkeine E2EE - Anbieter kann mitlesen29 €/TB·JahrExportmieten 6 Zum Anbieter
2 Storj
E2EE ab Werk US-Konzern Krypto
Vereinigte StaatenEnde-zu-Ende ab Werk +Meta77 €/TB·JahrExportmieten 5.9 Zum Anbieter
3 Backblaze
US-Konzern
Vereinigte Staatennur optional/zuschaltbar–Exportmieten 4.9 Zum Anbieter
4 Wasabi
US-Konzern
Vereinigte Staatenkeine E2EE - Anbieter kann mitlesen88 €/TB·JahrExportmieten 4.3 Zum Anbieter
5 IDrive
US-Konzern
Vereinigte Staatennur optional/zuschaltbar13,00 €/TB·JahrExportmieten 4.2 Zum Anbieter

Passt dazu (ergänzt, ersetzt aber nichts): restic (Schnelles, verschlüsseltes Backup-Kommandozeilen-Werkzeug.)

Häufige Fragen

Warum ist Synchronisation kein Backup?

Sync repliziert den aktuellen Zustand: Was lokal gelöscht oder verschlüsselt wird, verschwindet auch aus der Cloud. Ein Backup hält eine Kopie unabhängig vom Arbeitsstand und mit Versionsfenster. Die Ursachen und Abgrenzungen stehen im Ratgeber sync-ist-kein-backup - die fünf Anbieter dieser Liste führen zweite Kopien, keine Spiegel.

Wie hoch liegen die TB-Preise in dieser Liste?

Über die ganze Liste gerechnet: günstigster Tarif: 13 EUR pro TB und Jahr, Median: 53 EUR pro TB und Jahr. Achtung beim Minimum: Der Wert rechnet mit der Jahreszahler-Stufe von IDrive (6,99 $ statt 9,99 $ pro Monat für 5 TB [14]); ob dieser Aktionspreis über Jahre hält, dokumentiert die Preisseite nicht.

Warum taucht Egress in einem Backup-Vergleich auf?

Weil der teuerste Moment die Wiederherstellung ist. Nach einem Rechnerausfall lädt man den ganzen Bestand wieder herunter - und genau dieser Datenstrom kostet bei manchen Objektspeichern Geld. Bei Backblaze B2 ist Egress bis zur dreifachen Speichermenge gratis [2], bei Storj kostet er 7 $ pro TB [16], bei der Storage Box ist Traffic unbegrenzt [11].

Warum ist Wasabi trotz fehlender Egress-Gebühr nicht automatisch am billigsten?

Die Rechnung verschiebt sich in die Lagerhaltung: 90 Tage Mindestspeicherdauer [8] und ein Monatsminimum, das an 1 TB aktivem Speicher hängt [8]. Gelöschte Daten bleiben bis zum Ablauf der Frist abrechnungswirksam. Für Backup-Profile mit stabilem Bestand ist das unkritisch, für kurzlebige Staging-Daten nicht.

Läuft restic oder Borg direkt auf der Hetzner Storage Box?

Ja - die Produktseite listet BorgBackup, Restic, rclone und rsync neben FTP, SFTP, SMB und WebDAV als unterstützte Zugriffswege [11]. Das ist der Hauptgrund, warum die Box in dieser Liste die Klasse-B-Position für eigene Backup-Tools ist: Aufbewahrung, Verschlüsselung und Prüfung macht das Client-Tool, die Box liefert Platz.

Lohnt sich der private Schlüssel bei Backblaze und IDrive?

Ja, mit einer Bedingung. Backblaze bietet den privaten Schlüssel als Option [1], IDrive dokumentiert, dass der private Schlüssel nicht auf den IDrive-Servern liegt [15]. Beide können ohne Schlüssel die Daten nicht entschlüsseln - heißt im Umkehrschluss: Verlierst du den Schlüssel, sind die Backups weg. Schlüssel an zwei physisch getrennten Orten aufbewahren.

Ist Storj Ende-zu-Ende verschlüsselt - in jedem Zugriffsweg?

Nicht in jedem. Über CLI, Library oder lokales Gateway läuft die Verschlüsselung clientseitig, Storj hat weder Schlüssel noch Metadaten [17]. Wer den Storj-gehosteten S3-Gateway nutzt, übergibt den verschlüsselten Access Grant an den Storj-AuthService [18] - der E2EE-Status hängt am Zugriffsweg. Für Backup mit restic über rclone gilt die clientseitige Variante.

Wie viele dieser Anbieter hängen an der US-Eigentümerkette?

Ohne US-Bezug: 1 von 5 - Hetzner, deutsche GmbH, Gunzenhausen [13]. Die übrigen vier sind US-Firmen mit CLOUD-Act-Exposure; Wasabi betreibt eine Frankfurt-Region, aber die Region ist Standortwahl, nicht Jurisdiktion [9].

Was gilt bei IDrive nach dem ersten Jahr?

Die Preisseite zeigt für 5 TB 9,99 $ monatlich und 6,99 $ bei Jahreszahlung [14]; ob die Aktionsstufe über Jahre hält, ist dort nicht dokumentiert. Der Wert günstigster Tarif: 13 EUR pro TB und Jahr in dieser Liste rechnet mit der Aktionsstufe - für eine Mehrjahresplanung den regulären Preis ansetzen.

Reicht eine einzige Cloud-Kopie für die 3-2-1-Regel?

Nein. 3-2-1 bedeutet drei Kopien auf zwei verschiedenen Medientypen, eine davon außer Haus. Eine einzige Cloud-Kopie ist eine Kopie - der Cloud-Anbieter selbst ist ein Ausfallrisiko mit eigenem Löschverhalten und AGB. Die konkrete Aufstellung steht im Abschnitt 3-2-1 dieses Artikels.

Welche Gratis-Stufen gibt es in dieser Liste?

Gratis-Stufen führen 2 von 5: IDrive mit 10 GB ohne Kreditkartenpflicht [14] und Storj mit 25 GB [16]. Die Software-Abos und die Storage Box haben keine Gratis-Stufe. Für echte 3-2-1-Aufstellungen sind 10 oder 25 GB Testraum - genug, um den Restore-Weg zu proben, nicht mehr.