Der CLOUD Act erklärt: warum "Server in Deutschland" nicht reicht

Was der US CLOUD Act bedeutet, warum ein deutsches Rechenzentrum nicht schützt und welche Fragen du vor jeder Cloud-Entscheidung stellen musst.

Was der CLOUD Act ist

Der US CLOUD Act von 2018 verpflichtet US-Unternehmen, gespeicherte Daten herauszugeben - egal wo auf der Welt die Server stehen. Ein Rechenzentrum in Frankfurt schützt dich nicht, wenn der Betreiber ein US-Konzern ist.

Der Beweis

Im Juni 2025 sagte ein Microsoft-Vertreter unter Eid vor dem französischen Senat, er könne nicht garantieren, dass Daten französischer Bürger nie ohne Zustimmung französischer Behörden an die USA gehen. Kurz zuvor hatte Microsoft nach US-Sanktionen das Mailkonto des Chefanklägers des Internationalen Strafgerichtshofs gesperrt.

Die richtigen Fragen

  1. Wem gehört die Muttergesellschaft - nicht die Marke, sondern der Konzern?
  2. Wo sitzen die Subprozessoren, über die Mail, Zahlungen oder Support laufen?
  3. Gibt es Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit einem Schlüssel, den nur du hast?

Nur die dritte Frage nimmt dem Anbieter die Möglichkeit, mitzulesen. Alles andere ist Vertrauen - und Vertrauen ist kein Schutz.