Brauche ich überhaupt eine Cloud?
Vier Fragen, die vor jeder Cloud-Entscheidung kommen. Oft ist die ehrliche Antwort nein - oder eine eigene Festplatte.
Erst trennen, dann entscheiden
"Cloud" bedeutet vier verschiedene Dinge, die oft verwechselt werden. Trenne sie, bevor du einen Anbieter wählst.
Sync hält Dateien auf mehreren Geräten gleich. Das braucht keinen fremden Server - Syncthing erledigt es direkt zwischen deinen Geräten.
Backup ist eine zusätzliche Kopie, die nicht mit dem Original verschwindet. Dafür gilt die 3-2-1-Regel: drei Kopien, zwei Medien, eine außer Haus.
Archiv bewahrt Dinge auf, die du selten brauchst. Eine Festplatte im Schrank schlägt hier jede Cloud.
Teilen gibt anderen Zugriff. Das ist der einzige Fall, in dem ein Cloud-Dienst wirklich schwer zu ersetzen ist.
Die vier Fragen
- Musst du von unterwegs ran? Wenn nein: lokale Kopie genügt.
- Arbeitest du gleichzeitig mit anderen? Wenn ja: geteilter Dienst oder eine eigene Nextcloud.
- Sind die Daten sensibel (Gesundheit, Finanzen, Mandanten)? Wenn ja: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung oder eigener Server.
- Wie weh täte eine Kontosperrung? Wenn sehr: zweite Kopie und exportierbare Struktur.
Wann die Cloud wirklich passt
Wenn du mit anderen zusammenarbeitest, wenn du kein Gerät betreiben willst oder wenn du von überall ran musst - dann ist ein Dienst sinnvoll. Aber wähle ihn nach Souveränität, Verschlüsselung und Ausstieg, nicht nach Bequemlichkeit.